Holzspäne-Einstreu: Hobelspäne & Sägespäne für Pferde, Hühner und Kleintiere

Holzspäne-Einstreu aus naturbelassenen Weichhölzern bietet hohe Saugfähigkeit, ein sauberes Stallbild und gute Geruchsbindung – besonders beliebt in der Pferde- und Kleintierhaltung. Tierisch Trommler führt Hobelspäne und Sägespäne in verschiedenen Gebindegrößen, deutschlandweit lieferbar als Einzelballen oder auf Palette.

Was sind Holzspäne und wie werden sie als Einstreu eingesetzt?

Holzspäne-Einstreu – auch als Hobelspäne, Sägespäne oder Holzeinstreu bezeichnet – wird aus Weichhölzern wie Kiefer, Fichte oder Tanne hergestellt. Bei der Verarbeitung von Rundholz in Sägewerken fallen Späne in unterschiedlichen Größen an: Grobe Hobelspäne (3–10 mm) für Großtiere und feinere Sägespäne (1–3 mm) für Kleintiere und Geflügel.

Holzspäne sind für ihr sauberes Stallbild bekannt: Die helle Farbe macht Verschmutzungen sofort sichtbar, und die natürlichen Holzinhaltsstoffe binden Gerüche. Mit einer Saugfähigkeit von 2–3× gegenüber herkömmlichem Langstroh nehmen qualitativ hochwertige Späne Feuchtigkeit zuverlässig auf.

Tierisch Trommler bietet Holzspäne-Einstreu aus naturbelassenem Weichholz, ohne chemische Zusätze oder Bindemittel. Deutschlandweit als Einzelballen oder Palettenware lieferbar.

Holzspäne im Vergleich mit Stroh-Einstreu

Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Holzspäne-Einstreu und den Stroh-Alternativen von Tierisch Trommler:

Eigenschaft Holzspäne Leinenstroh (JOPACK) Weizenstroh (STROHFIX) Rapsstroh (STROHFIX)
Saugfähigkeit 2–3× 4× (höchste)
Stallbild Sehr sauber (hell) Sauber (natürlich) Natürlich Natürlich
Geruchsbindung Gut (Holzinhaltsstoffe) Sehr gut (Pektine) Mäßig Ausgezeichnet
Staubentwicklung Mittel–hoch Sehr gering Gering (entstaubt) Gering (entstaubt)
Splittergefahr Ja (bei Weichholz gering) Keine Keine Keine
Biogasanlage Nein Ja Ja Ja
Bodenversäuerung Ja (möglich) Nein Nein Nein
Als Raufutter Nein (giftig!) Nein (aber unbedenklich) Ja Nein (unbedenklich)
Preisniveau Mittel Premium Günstig Mittel–gehoben

Vorteile von Holzspäne-Einstreu

Sauberes Stallbild

Die helle Farbe von Holzspänen macht feuchte und verschmutzte Stellen sofort sichtbar. Das erleichtert das gezielte Ausmisten und spart Material, da nur die betroffenen Bereiche ausgetauscht werden müssen. Besonders in Reitställen mit Kundenkontakt wird das optisch ansprechende Stallbild geschätzt.

Gute Geruchsbindung durch natürliche Holzinhaltsstoffe

Weichhölzer enthalten natürliche Harze und ätherische Öle, die Gerüche binden. Dieser Effekt sorgt für eine angenehmere Stallatmosphäre. Allerdings können genau diese ätherischen Öle bei empfindlichen Tieren die Atemwege reizen – ein Punkt, den Sie bei der Material-Wahl berücksichtigen sollten.

Hohe Saugfähigkeit

Qualitativ hochwertige Hobelspäne erreichen eine Saugfähigkeit von 2–3× gegenüber Langstroh. Damit liegen sie auf dem Niveau von STROHFIX Classic – allerdings ohne die Vorteile der Biogasanlagentauglichkeit und Splitterfreiheit.

Worauf Sie bei Holzspäne-Einstreu achten sollten

Splittergefahr – besonders bei Rindern

Holzspäne können Splitter enthalten, die in Gelenke, Haut oder das empfindliche Eutergewebe von Kühen eindringen und zu Abszessen oder Entzündungen führen können. Für Milchviehbetriebe empfehlen wir daher stroh-basierte Alternativen wie STROHFIX Classic (splitterfrei) oder JOPACK Leinstroh.

Ätherische Öle und Atemwege

Die natürlichen Öle in Weichhölzern können bei empfindlichen Tieren – insbesondere bei Pferden mit COB/RAO und bei Kleinnagern – die Atemwege reizen. Für Allergiker-Tiere sind staubarm entstaubte Stroh-Einstreu oder Leinenstroh die bessere Wahl.

Entsorgung und Nachhaltigkeit

Holzspäne können nicht in Biogasanlagen verwertet werden und tragen bei der Ausbringung als Dünger zur Bodenversäuerung bei. Für Betriebe, die ihren Mist über die Biogasanlage verwerten oder als Wirtschaftsdünger nutzen, sind Stroh-basierte Einstreu die nachhaltigere Lösung.

Für welche Tiere eignen sich Holzspäne?

Pferde – Beliebt, aber mit Einschränkungen

Holzspäne sind bei Pferdehaltern wegen des sauberen Stallbilds und der einfachen Handhabung beliebt. Allerdings sollten Pferde mit Atemwegsproblemen keine Holzspäne-Einstreu erhalten – die höhere Staubbelastung und ätherischen Öle können COB/RAO verschlimmern. Für sensible Pferde empfehlen wir JOPACK Leinstroh oder STROHFIX Spezial.

Hühner & Geflügel – Gut geeignet

Im Geflügelstall sind Holzspäne eine bewährte Option. Die gute Saugkraft und Geruchsbindung halten den Stall trocken und hygiensich. Feine Sägespäne eignen sich auch für Legenester, obwohl Leinenstroh hier noch bessere Ergebnisse liefert.

Kleintiere – Nur feine Hobelspäne

Für Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster dürfen nur feine, staubarme Hobelspäne aus unbehandeltem Weichholz verwendet werden. Hölzer mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen (z. B. Zeder) sind ungeeignet. Alternativ bieten JOPACK Leinstroh und STROHFIX Spezial eine weichere, staubärmere Lösung.

Rinder – Nicht empfohlen

Für Milchvieh- und Mastbetriebe sind Holzspäne aufgrund der Splittergefahr nicht die optimale Wahl. Holzsplitter können Euterinfektionen und Gelenkprobleme verursachen. Zudem bilden Späne Sinkschichten im Güllekanal. Wir empfehlen STROHFIX Classic oder JOPACK Leinstroh als splitterfreie Alternativen.

Holzspäne oder Stroh? Entscheidungshilfe

Wählen Sie Holzspäne, wenn: Sie ein sauberes, helles Stallbild bevorzugen, Ihre Tiere keine Atemwegsprobleme haben und die Entsorgung über die Mülldeponie (statt Biogasanlage) erfolgt.

Wählen Sie Stroh-Einstreu (STROHFIX/JOPACK), wenn: Ihre Tiere empfindliche Atemwege haben, Sie die Biogasanlage nutzen möchten, Splitterfreiheit wichtig ist (Milchvieh!) oder maximale Saugkraft gewünscht ist.

Auch eine Kombination ist möglich: Manche Betriebe nutzen Holzspäne für den Boxenboden und Stroh-Einstreu als Deckschicht – oder umgekehrt.

Häufige Fragen zu Holzspäne-Einstreu (FAQ)

Was ist der Unterschied zwischen Hobelspänen und Sägespänen?

Hobelspäne sind größer (3–10 mm), lockerer und weicher – ideal als Boxeneinstreu für Pferde. Sägespäne sind feiner (1–3 mm), dichter und kompakter – besser für Kleintiere und Geflügel. Beide entstehen als Nebenprodukt der Holzverarbeitung.

Sind Holzspäne für Pferde mit Atemwegsproblemen geeignet?

Nein, wir empfehlen für Pferde mit COB/RAO keine Holzspäne-Einstreu. Die höhere Staubbelastung und ätherischen Öle im Holz können die Atemwege zusätzlich reizen. Bessere Alternativen: JOPACK Leinstroh (extrem staubarm) oder STROHFIX Spezial (extra fein gehäckselt).

Können Holzspäne in der Biogasanlage verwertet werden?

Nein. Holzspäne sind nicht biogasanlagentauglich und können bei der Ausbringung als Dünger den Boden versäuern. Für Betriebe mit Biogasanlage empfehlen wir Stroh-basierte Einstreu (STROHFIX oder JOPACK).

Warum werden Holzspäne für Rinder nicht empfohlen?

Holzspäne können Splitter enthalten, die in Euter, Gelenke und Haut der Tiere eindringen. Das erhöht das Risiko für Mastitis und Abszesse. STROHFIX Classic und JOPACK Leinstroh sind splitterfrei und für Rinder die sicherere Wahl.

Welche Holzarten eignen sich als Einstreu?

Geeignet sind Weichhölzer wie Fichte, Kiefer und Tanne. Nicht geeignet sind Hartholzer wie Eiche oder Buche (zu rau) sowie Zedernholz (zu hoher Gehalt an ätherischen Ölen). Wichtig: Nur naturbelassenes, unbehandeltes Holz verwenden.

Liefert Tierisch Trommler auch Holzspäne auf Palette?

Ja. Holzspäne-Einstreu ist als Einzelballen und als Palettenware erhältlich – mit deutschlandweiter Lieferung per Spedition. Kontaktieren Sie uns für Großbestellungen mit Mengenrabatt.

Unser Einstreu

Verwendet werden organische und mineralische Materialien, meist kostengünstige landwirtschaftliche oder industrielle Nebenprodukte oder preiswerte Rohstoffe. Zu den traditionellen und weit verbreiteten Materialien zählen (Getreide-)Stroh, Holzspäne aus Harthölzern (wie Buchen oder Espen) und aus Weichhölzern (wie Kiefern und Zedern) sowie Sand. Weitere organische Materialien für Tiereinstreu sind Hartgräser von Streuwiesen, Schäben aus der Hanf- und Flachsproduktion sowie Maisspindelgranulat aus der Verarbeitung von Maisspindeln.

Vor der Einführung des Mineraldüngers war die Streugewinnung ein wichtiger Bestandteil der bäuerlichen Ökonomie. Sie diente nicht nur zur Einstreu in Stallungen, sondern war nach diesem Gebrauch versetzt mit tierischen Kot und Urin als Mist der einzig zur Verfügung stehende Dünger. Streuwiesen wurden bewusst angelegt und die meist hochwüchsigen Stauden im Herbst gemäht, in Heidegebieten wurde das Heidekraut abgeplaggt. Die Gewinnung von Streu aus Niederforsten war ebenso wie die Verwendung des Strohs oder der Flachsfasern keine bloße Nebennutzung. Aus diesem Grunde sind die alten Getreidesorten hochwüchsig, während die neuen Züchtungen kleinwüchsig sind. Mit zunehmender Industrialisierung wurden auch deren Abfallprodukte wie z. B. Papier verwendet.

Bei der Auswahl spielen vor allem die Größe und Art der Haustiere eine Rolle. Wichtige Materialeigenschaften sind die Aufnahmefähigkeit der Einstreu für Flüssigkeiten, die Geruchsbindung, die Lauf- und Liegeeigenschaften für die Haustiere, die möglichst geringe Staubentwicklung, die Eigenschaften in Bezug auf Fäulnis, Schimmelbildung und Schädlingsbesiedelung. Die Möglichkeiten zur Entsorgung beziehungsweise Weiternutzung – in der Regel gemeinsam mit den Tierausscheidungen als Wirtschaftsdünger, bei Kleintieren in Haushalten teilweise auch als Bioabfall – sind ebenfalls entscheidend für die Materialwahl.

Bei der Großtierhaltung, vor allem bei Rindern, Pferden und Schweinen in landwirtschaftlichen Betrieben, kommt vor allem Stroh zum Einsatz. Daneben werden auch Hobel- und Sägespäne, Holzpellets und überständiges Heu unter anderem von Streuwiesen eingesetzt. Insbesondere in der Pferdehaltung gibt es sehr vielfältige Anforderungen an die Einstreu. Es werden Flachs- und Hanfschäben, aber auch Holzspäne aller Art genutzt, die gegenüber dem Getreidestroh eine geringere Anfälligkeit gegenüber Schimmelbefall und eine sehr hohe Absorptionsfähigkeit gegenüber Flüssigkeiten von bis zu 400 Prozent aufweisen. Flachsschäben werden von Pferden aufgrund der in ihnen enthaltenen Bitterstoffe nicht gefressen, Hanfschäben können dagegen vereinzelt gefressen werden und Koliken verursachen, so dass eine Vorbehandlung mit Essigwasser notwendig sein kann. Entstaubte Hobelspäne, Holzpellets oder -granulat werden vorwiegend bei Pferden eingesetzt, die Allergien oder Atemwegsprobleme[1] haben, aber auch um die Raufutteraufnahme zu regulieren.

In der Kleintierhaltung, vor allem bei Kleinsäugern, werden vor allem Weichholzspäne verwendet, die im Tierhandel erhältlich sind. Hinzu kommt Wiesenheu, Papier und Sand sowie Hanfschäbenstreu oder Maisspindelgranulat. Bei Vögeln wird vor allem Einstreusand verwendet, wobei vor allem in der Geflügelzucht wiederum Hanfschäben und Maisspindelgranulat eine Rolle spielen können. Für Hunde- und Katzenklos werden meist saugfähige Granulate auf mineralischer (Bentonit, Silikat) oder pflanzlicher Basis verwendet. Pflanzliche Katzenstreu besteht häufig aus Holz, Altpapier, Stroh oder Maisspindelgranulat.

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